Ursachen

Gallensteine entstehen dann, wenn in der Gallenflüssigkeit das Verhältnis zwischen den verschiedenen Bestandteilen nicht passt und die schlechtlöslichen Bestandteile letztendlich verklumpen. Grundsätzlich können Gallensteine verschiedene Ursachen haben. Innere und äußere Faktoren spielen hierbei eine große Rolle. Ist die Gallenflüssigkeit mit Cholesterin übersättigt, dann liegen die besten Bedingungen für das Entstehen das Gallensteine vor. Da Cholesterin nicht löslich ist, muss immer genügend Gallensäure und Phospholipiden vorhanden sein. Das Verhältnis von Gallensäure zu Phospholipiden zu Cholesterin in der Gallenblase beträgt normalerweise 70 zu 25 zu 5. Stimmt das Verhältnis nicht mehr überein, kommt es zum Verklumpen des Cholesterins und somit kommt es zu Gallensteinen. Das Missverhältnis entsteht dann, wenn zu wenig Gallensäure oder zu viel Cholesterin vorhanden ist.

Doch es kann auch erworbene oder erbliche Ursachen haben. Die Pigmentsteine können beispielsweise dann entstehen, wenn man unter einer Krankheit leidet, die zu viel Blut abbaut. Diese Krankheit nennt sich chronische Hämolyse. Ist das der Fall, dann kommt es zu einem erhöhten Bilirubinwert. Bilirubin ist das Abbauprodukt des Blutfarbstoffes, was wiederrum zum Verklumpen führen kann.

Besonders häufig treten aber auch Gallensteine in bestimmten Fällen auf. Hierbei gibt es eine 5F-Regel. Die Personengruppen, die unter die 6F-Gruppen fallen, leiden öfters unter Gallensteinen:

Female – Frauen
Fertile – Frauen mit mehreren Kindern
Fair – Leute mit hellem Haar (nordischer Typ)
Forty – Personen über 40
Fat – übergewichtige Personen
Family – genetische Ursachen