Therapie

Falls die Gallensteine keinerlei Beschwerden hervorrufen, dann ist auch keine Therapie notwendig. Die Gallensteine können ganz einfach im Körper verbleiben. Kommt es allerdings zu Beschwerden, wird häufig der Gallenstein mit der Gallenblase entfernt. Für das Entfernen wird häufig die Bauchspiegelung mithilfe eines Endoskops durchgeführt. Laparoskopie wird dieser Eingriff genannt und erspart größere OPs. Vor Jahren war ein langer Schnitt in der Bauchdecke notwendig, um die Gallensteine zu entfernen. Was natürlich auch dazu führte, dass die Erholungszeit viel länger war. Durch die minimal-invasive Therapie hingegen erholen sich die Patienten sehr rasch und die Erkrankung heilt sehr schnell komplett aus. Es gibt nur selten Fälle, in denen es wieder zu Gallensteinen kommt.

Natürlich werden immer wieder neue Varianten der minimal-invasiven Gallenstein-Therapie erforscht und entwickelt. Die Gallenblasenentfernung mittels LESS-Chirurgie gehört unter anderem zu den Erprobungen. Diese Therapie wird auch als SLIS bezeichnet. Es ist eine Laparoskopie-Variante, bei der alle notwendigen Instrumente über einen einzigen kleinen Schnitt eingeführt werden. Dieser Schnitt wird meistens im Bauchnabel durchgeführt. Es gibt aber auch ein NOTES-Verfahren. Auch bei diesem Verfahren wird auf weitere Schnitte verzichtet. Die Instrumente werden hierbei ebenfalls durch den Schnitt im Bauchnabel und natürliche Körperöffnungen eingeführt. Kleinere OP-Schnitte sind zwar über die natürlichen Körperöffnungen notwendig, doch diese werden von außen nicht sichtbar sein. Inwiefern es zu Vorteilen im Gegensatz zu dem normalen Laparsokopie-Verfahren kommt, ist allerdings noch nicht geklärt. Das Entfernen der Gallenblase ist allerdings nur dann notwendig, wenn es auch wirklich zu Komplikationen kommt. Vorbeugend den Eingriff durchzuführen, das wäre nicht sinnvoll.

Es kommt ja bekanntlich vor, dass die Gallensteine im Gallengang liegen. In diesem Fall ist eine Therapie mit Endoskop notwendig. Das Endoskop wird dann über den Mund, die Speiseröhre, den Magen bis hin zum Zwölffingerdarm geführt. Mit dem Endoskop kann dann der Arzt die sogenannte Papille erweitern. Zusätzlich kann ein kleines Gerät, ähnlich einem Körbchen, eingeführt werden, um die Gallensteine einzusammeln und mit dem Endoskop zu entfernen.

Falls es notwendig ist, die Gallenblase zu entfernen, dann sollte nach dem Eingriff auf die Ernährung geachtet werden. Ein wichtiges Organ fehlt dann im Prinzip. Dadurch fließt immer etwas Galle in den Darm. Dadurch kann es zu Verdauungsproblemen kommen, wenn zu fett gegessen wird. Die Patienten müssen aber für sich selber herausfinden, welche Speisen gut und welche schlecht verdaut werden.

Es ist aber auch möglich, dass keine OP notwendig ist. Doch diese Behandlungsmethoden sind dann doch meistens nicht sehr erfolgreich und kommen daher nur selten zum Einsatz. Es gibt einige Medikamente, die die Gallensteine auflösen sollen. Doch leider ist es so, dass dann im Endeffekt immer wieder neue Steine gebildet werden.

Zur Linderung der krampfartigen Schmerzen können ganz einfach Schmerzmittel eingenommen werden, um den Zustand etwas erträglicher zu machen. Die Therapien können grundsätzlich mit einer fettarmen Ernährung unterstützt werden. Die Symptome einer Gallenkolik werden durch die diätischen Maßnahmen gelindert. Eine Therapie kann allerdings nicht durch eine Diät ersetzt werden.